KUP-Kurzumtriebsplantage

Ein Beleg, dass die Kommunalpolitik eine Querschnittsaufgabe ist, zeigt sich in diesen Tagen: Die Ratssitzung mit dem Haushalt 2013 steht an, wo auch Bau- und Mietangelegenheiten beraten werden sollen. Nebenbei fliegt uns ein Antrag ins Haus, der sich mit KUPs befasst. Erst einmal stutzt man und sogleich beginnt die Recherche im Internet: KUP ist die Abkürzung für Kurzumtriebsplantage. Informationen gibt es zunächst immer bei Wikipedia.

Kurzumtriebsplantagen (KUP) verstehen sich als eine besondere Form der Landnutzung. In ihnen werden die Pflanzen bereits nach etwa 5 bis 10 Jahren bodennah geerntet. Verwendet werden dazu schnell wachsende Baumarten wie Pappeln oder Weiden. Diese vertragen das radikale Abschneiden und schlagen anschließend wieder aus. Eine erneute Ernte ist somit nach einigen Jahren wieder möglich.“ (NABU)

So, es geht also um den Anbau von Feldholz (Energieholz). Aber wie sieht das aus, was hat man sich darunter vorzustellen? Hier mal ein YT-Video:

So ist schon mal geklärt, worum es sich handelt. Aber ist das auch eine in unserem Sinne nachhaltige Anbauform? Hier gibt es mehrere Studien/Gutachten, die sich mit dem Anbau von Energieholz befasst haben:

Insgesamt überwiegen die Vorteile. So resümiert der NABU:

Vorteile gegenüber Mais- und Rapsanbau
Die Konkurrenz zu anderen Flächennutzungen wird auch bei Holzplantagen gegeben sein. Allerdings erbringen Energieholzplantagen Erträge und hohe Treibhausgas-Einsparungen bei geringen Kosten. Durch ihre vertikalen Strukturen vermögen sie, Staubemissionen zu vermindern und so einen Beitrag zur Lufthygiene zu leisten. Auch können sie Windschutzfunktionen übernehmen und sind nicht so erosionsgefährdet wie etwa Maisäcker. Aus Klima- und Umweltsicht sind sie damit gegenüber den üblichen nawaros deutlich im Vorteil.

Vorteile für den Artenschutz
Auch aus Sicht des Naturschutzes bieten Kurzumtriebsplantagen aus Pappeln oder Weiden durchaus Chancen, da sie hochwertiger und umweltverträglicher einzuschätzen sind, als intensiv genutzte Ackerkulturen. So profitiert die Tier- und Pflanzenwelt auf einer Energieholzfläche gegenüber den Anbauflächen von Mais und Raps von der längeren Bodenruhe, dem geringeren Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie den geringeren Störungen. In ausgeräumten Ackerbauregionen sind durch die Anlagen solcher Flächen positive Auswirkungen für Natur und Umwelt zu erwarten.“

Weiter in dieser Spur in Kürze…

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